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gehaltene Fassung -
Sehr geehrter Herr Landrat Dr.
Schmid,
Herr
Kreiskämmerer Miller,
Herrn
Geschäftsführer Masanek,
geschätzte
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landkreis- und Klinikverwaltung,
liebe
Kreistagskolleginnen und Kollegen,
meine sehr
verehrten Damen und Herren,
dank der
hervorragenden Vorarbeit durch die Kreisverwaltung können wir
heute, am 10. Dezember 2010, den Haushalt 2011 beispielhaft
früh verabschieden. Herr Landrat Dr. Schmid und Herr
Kreiskämmerer Miller, uns die Freien Wähler hat
außerordentlich beeindruckt, wie rasch Sie den Extrakt aus
den Haushaltsreden der Fraktionen und die gestellten Anträge
herausgezogen und in einer Vorlage seitens der Verwaltung auf sie
eingegangen sind. Wir wissen, dass dies nicht
selbstverständlich ist. Deshalb auch dafür unseren
herzlichen Dank. Durch diese vorzügliche Zuarbeit konnten die
Beratungen in den Ausschüssen zügig abgewickelt
werden. Wenn wir es richtig sehen, wurden alle Anträge in den
Ausschüssen entschieden und kommen auch, soweit sie abgelehnt
wurden, heute nicht noch einmal zur Entscheidung. Dies hoffen wir, denn
so waren zumindest die Äußerungen bei der letzten
Besprechung der Fraktionsvorsitzenden.
Verehrte
Kreistagskolleginnen und Kreistagskollegen,
zu wenigen
Punkten, die in den Beratungen diskutiert wurden, will ich noch
Stellung nehmen. Uns ist es wichtig, dass die Schulsozialarbeit an den
Schulen, an denen dies notwendig ist, weitergeführt werden
kann. Hier müssen sich Schulträger und Landkreis in
2011 finden, wobei die Forderung bleiben muss, dass die Aufwendungen
zumindest in die Kalkulation der Sachkostenbeiträge durch das
Land einbezogen werden.
Wir hoffen, dass
die Öko-Vermerke an den Ortsumgehungen im Zuge der B 312 im
nächsten Jahr abgearbeitet werden und die Trassenfestlegung
erfolgen kann. Dazu sollten wir nicht bis Mitte 2012 brauchen.
Für die
Fortschreibung des Generalverkehrsplanes müssen wir im
Hinblick auf die Aufnahme konkreter Maßnahmen
gerüstet sein. Deshalb bitten wir, dass bis dahin seitens des
Straßenamtes im Zusammenwirken mit dem Land alle relevanten
Daten verfügbar sind und die jetzige
Maßnahmen
des vordringlichen Bedarfs auf einen möglichst optimalen
Planungsstand
gebracht werden.
Die Planung des
Aufstiegs zur B 30 ist in Zusammenwirken mit der Stadt Biberach und der Gemeinde Warthausen
zügig anzugehen.
Wir bitten auch,
die Kreistagsverwaltung bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf die
rasche Verwirklichung der Ortsumgehung Unlingen im Zuge der B 311 zu
drängen.
Neben einer
raschen Verwirklichung der Südbahn ist uns auch eine
Ertüchtigung der weiteren Bahnstrecken im Landkreis
außerordentlich wichtig.
Beim Bericht zum
ÖPNV und zur Schülerbeförderung im
Zusammenhang mit den Werkrealschulen bitten wir, auch aufzuzeigen,
weiche Konsequenzen die Entscheidung des Kultusministeriums im Fall
Gomaringen/Nehren/Dusslingen hat.
Die
Ausführungen der Verwaltung und der Personalratsvorsitzenden
zur Arbeitsbelastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen wir
sehr ernst. Andererseits können wir Stellenausweitungen kaum
in Aussicht stellen. Deshalb müssen wir immer wieder auf einen
Bürokratieabbau drängen. Leider ist es aber trotz
aller Lippenbekenntnisse der Politik gerade umgekehrt. Insbesondere von
der EU kommen immer wieder Vorgaben, die zusätzlichen
Verwaltungsaufwand nach sich ziehen. Ich verweise hierbei nur auf den
heutigen Tagesordnungspunkt 11 "EU-Beihilfenrecht". Im Interesse der
Zeit verzichte ich darauf, weitere Beispiele dafür zu
benennen, wie Anspruch und Wirklichkeit beim Thema Einsparung von
Personalkosten und Obertragung immer neuer personalintensiver Aufgaben
auseinander gehen.
Meine Damen und
Herren,
während
der Beratungen verbesserte sich die Ausgangslage für den
Landkreis nochmals, wie wir bei den vorherigen beiden
Tagesordnungspunkten gesehen haben. Außerdem kann im Saldo
durch die veränderten Vorgaben im Finanzausgleich die
Zuführung zum Verwaltungshaushalt erhöht werden. Dies
macht für die Zukunft zuversichtlich, wobei wir
gegenwärtig noch nicht abschätzen können,
was die Veränderungen in der Eigentümerstruktur bei
der EnBW hinsichtlich der Ausschüttung der OEW für
den Finanzplanungszeitraum bedeutet. Da erwarten wir im neuen Jahr bald
einen Bericht. Jedenfalls ist der Kreis Biberach für die
anstehenden Investitionen bei den Kreiskliniken für erste
gerüstet.
Uns ist es
wichtig, dass das Thema Kreiskliniken rasch vorankommt. Für
uns ist es zwingend, dass der Kreis neben der Grundsatzentscheidung
auch rasch eine Änderung des Gesellschaftervertrages
durchführt und klärt, ob in die Gesellschaft auch der
Eigenbetrieb „Immobilien der Kreiskliniken" eingebracht wird.
Wir wollen, dass
zwei Mitarbeitervertreterinnen oder -vertreter, einer aus dem zentralen
Haus in Biberach und einer aus einem dezentralen Haus sowie der
ärztliche Direktor in den Aufsichtsrat kommen. Wenn wir
dies bis zur Grundsatzentscheidung nicht hinbekommen, wollen wir auf
jeden Fall, dass sie zu der Vorberatung des Aufsichtsrates und des
Verwaltungs- und Finanzausschusses beratend zugezogen werden.
Wir wollen auch,
dass die verbesserte Einnahmensituation des Landkreises dazu genutzt
wird, um das Thema Kliniken und die anstehenden Investitionen voran zu
treiben.
Der Haushaltsplan
des Eigenbetriebes Immobilien ist geprägt von den
Brandschutzmaßnahmen. Wir erwarten zwar, dass das zwingend
Notwendige gemacht wird. Der Ausschuss hat den Maßnahmen
grundsätzlich zugestimmt. Es sollte aber alles daran gesetzt
werden, diese so kostengünstig wie möglich
durchzuführen. Wir erwarten, dass nicht das Teuerste gut genug
ist, sondern, das zwingend Notwendige richtig und
kostengünstig gemacht wird.
Meine Damen und
Herrn,
wir danken
nochmals allen Beteiligten für den bisherigen
Meinungsbildungsprozess bei den Kliniken. Wir sind bereit, den
vorgegebenen Zeitplan mit zu gehen. Die Richtungsbestimmung muss bald
erfolgen. Aus unserer Sicht bringt ein immer weiteres Verschieben mehr
Nachteile als Vorteile. Allerdings müssen die Fragen, die
jetzt noch aufkommen, und es sind bereits weitere Fragen aufgetreten,
detailliert beantwortet werden. Wir gehen davon aus, dass das Angebot
weiterhin gilt, dass aus dem Gremium gestellte Fragen umfassend
beantwortet und die Antworten allen Kreistagsmitgliedern per E-Mail
überlassen werden.
Damit will ich es
bewenden lassen.
Wir, die Freien
Wähler stimmen dem vorliegenden Haushaltsplanentwurf alle zu.
Wir danken Ihnen, den Kolleginnen und Kollegen, dass die Beratungen im
Ausschuss weniger emotional geführt wurden, als die teils
gereizte Stimmung bei manchen Kollegen bei der Einbringung des
Haushalts und auch bei der vorletzten Kreistagssitzung stellenweise
war. Wir wären dankbar, wenn Sie, die Kolleginnen und
Kollegen, zu Äußerungen, die Vertreter unserer
Fraktion machen, auf das eingehen, was wir gesagt haben und nicht auf
das, was Sie zu hören glaubten.
In Anbetracht der
vorweihnachtlichen Stimmung und des herrlichen Christbaums, der neben
dem Rednerpult steht, verzichte ich darauf, jetzt Beispiele zu nennen.
Ich hoffe, dass sich auch die Rednerinnen und Redner, die nach mir
kommen, so verhalten können.
Ich danke
für die Freien Wähler auch Ihnen, Herr Landrat Dr.
Schmid, für Ihre Arbeit.
Ich danke auch
Ihnen, Herr Kreiskämmerer Miller und allen Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern der Landkreisverwaltung, egal an weicher Stelle sie
ihre Arbeit tun, für Ihren vorbildlichen Einsatz zum wohl
unseres schönen Landkreises und seiner Einwohner.
(Rede
als pdf-Download)