Freie Wähler befassen sich mit der Kreistagswahl 2009

 

 

Kreisrätin Charlotten Mayenberger und ihre 14 Kollegen von der Freien Wählervereinigung im Kreistag Biberach trafen sich mit zahlreichen Bürgerinnen und Bürger in Mietingen, um die Kreistagswahl 2009 vorzubereiten. "Wir werden es wieder schaffen", so zog der Fraktionsvorsitzende Hans Petermann am Schluss der Versammlung befriedigt Bilanz, "in allen Wahlkreisen mit guten Wahlvorschlägen antreten zu können."

Bürgermeister Rainer Buck stellte den Teilnehmern mit einer gelungenen Bildpräsentation die Gemeinde Mietingen vor, der er als Bürgermeister und Kreisrat dient. Er verband dabei geschickt die sich für die nächsten Jahre abzeichnenden Rahmenbedingungen für die Gemeinde- und Kreispolitik in seinen Vortrag einzuflechten. Kreisrat (KR) Werner Gebele, Langenenslingen, informierte sehr anschaulich über das schwierige Kommunalwahlrecht in Baden-Württemberg. Besonders wies er auf die seit der letzten Kreistagswahl gegebene Möglichkeit hin, in zwei Wahlkreisen zu kandidieren. Bei der letzten Kreistagswahl nutzten diese von der FDP im Landtag durchgesetzte Möglichkeit nur die kleineren Gruppierungen im Kreistag. Dies brachte ihnen gegenüber den vorherigen Wahlen eindeutige Zuwächse.

Es ist sicher eingebracht, so KR Peter Fromm aus Wain, darauf in angemessener Weise zu reagieren. Der stellv. Fraktionsvorsitzende Robert Balle, Rot a.d. Rot legte dar, es werde bei dieser Wahl bei der bisherigen Wahlkreiseinteilung bleiben. Nachdem ein Antrag von Kreisrat Eugen Engler, seine Gemeinde Schemmerhofen vom Wahlkreis Laupheim-Land wegzunehmen und dem Wahlkreis Biberach-Land zuzuschlagen im Verwaltungs- und Finanzausschuss abgelehnt worden sei, wäre keine Konzens von den von der FWV eingebrachten Vorschlag erreichbar gewesen. Deshalb hätten sich die Vertreter der FWV entschieden, auf eine förmliche Abstimmung zu verzichten, die Gemeinden Schwendi und Wain wieder zum Wahlkreis Laupheim-Land zu nehmen. Diese Änderung, so Kreisrat Hans Berg, Mittelbiberach, hätten die Freien Wähler aufgrund der gegebenen Verflechtungen gerne gesehen.

Eine längere Diskussion entfachte sich am Thema, ob sich die Freien Wähler auf der Ebene des Landkreises als eingetragener Verein organisieren sollen. Die KR Josef Kerler und Rudolf Pretzel wiesen auf die guten Erfahrungen hin, die die Freien Wähler in Laupheim mit ihrem Ortsverein gemacht haben. Sie meinten, durch eine mitgliedschaftliche Organisation ließe sich die Zusammenarbeit noch weiter intensivieren. Außerdem die Wahlvorbereitungen leichter getroffen werden. KR Manfred Lämmle aus Eberhardszell meinte, der Verzicht auf die Organisation als Verein habe sich bisher auf Kreisebene bewährt. Er arbeite, obwohl einer großen Volkspartei zugehörig, im Kreistag gerne bei den Freien Wählern mit. Hier habe er nie den Versuch zu einem Fraktionszwang verspürt.Schließlich verständigten sich die Anwesenden auf Vorschlag von KR Leonhart Heine, Steinhausen/Rottum, darauf wieder als lose Gruppe in die nächste Kreistagswahl zu gehen.

Marlene Goeth eröffnete für den Wahlkreis Stadt Biberach die Berichte aus den einzelnen Wahlkreisen. Wilhelm Nestle ist es gelungen, so führte sie aus, mit den Professoren Dr. Norbert Heni und Dr. Egon Lanz zwei hervorragende Fachleute auf dem Bereich des Klinikwesens für die Kandidatur für den Kreistag zu gewinnen. Deshalb lässt es uns leichter verschmerzen so Frau Goeth weiter, dass er aus Altersgründen nicht noch einmal erneut kandidieren will. Wir werden dieses Mal in Zusammenarbeit mit der UB im Stadtrat Biberach eine interessante Liste aus den verschiedensten Berufs- und Altersgruppen anbieten.

KR Karl Zeller betonte das konstruktive Miteinander, das er heute Abend wieder bei den Freien Wähler erlebe, habe ihn umgestimmt. Er stelle sich nochmals für eine Amtszeit zur Verfügung. Er hoffe mit KR Charlotte Mayenberger, dass sich auch aus Bad Schussenried gute Bewerberinnen und Bewerber zur Verfügung stellten. Dieser Raum benötige die besondere Zuwendung des Landkreises, wie sich bei der Umgehungsstraße Schussenried in den letzten Jahren wieder einmal gezeigt habe.

Der Vorschlag von Hans Petermann, auch künftig Angehörige von Parteien auf der Liste der Freien Wähler kandidieren zu lassen, fand die einmütige Zustimmung der Versammlung. Ausgenommen bleiben nur Mitglieder von Parteien die extremistische Ziele verfolgen. Gerade auch junge Menschen und Frauen sollten sich noch stärker auf der Liste der Freien Wähler zur Verfügung stellen, meinte Gerhard Schirmer, der als Vertreter eines freien Berufes weiterhin seinen beruflichen Sachverstand als Architekt in das Gremium einbringen will.