Sehr
geehrter Herr Ministerpräsident
sehr
geehrter Herr Regierungspräsident,
sehr
geehrte Abgeordnete,
sehr
geehrter Herr Landrat,
verehrte
Gäste,
ich
freue mich, Sie heute auf der Biogasanlage in Burgrieden-Bühl
begrüßen zu dürfen.
Wir
haben mit unserer Biogasanlage ein Musterbeispiel zur Erzeugung
regenerativer Energie geschaffen, der
Geschäftsführer, Herr Kerler, wird das noch erläutern.
Die
Gemeinde Burgrieden mit ihren Ortsteilen Rot und Bühl und ihren etwa
3.600 Einwohnern hat nicht nur eine Biogasanlage, sondern auch 2
Wasserkraftwerke,
viele
Photovoltaikanlagen, und auch die Geothermie spielt eine Rolle.
Nur
die Windkraft können wir wegen des Heeresflugplatzes nicht nutzen,
aber eine kleine Anlage bauen wir dieses Jahr testweise auf's alte
Rathaus.Wir
sind also, was regenerative Energie anbelangt, recht breit
aufgestellt.
In
dieser Ecke des Landkreises geht es uns vergleichsweise recht gut,
die Wirtschaft brummt in unserer Gegend. Dafür
gibt es einige Gründe, vor allem aber ist es die Infrastruktur, die
uns hilft. In
den wirtschaftlichen Notstandsgebieten wie Riedlingen oder
Sigmaringen sind die Leute nicht weniger gescheit oder weniger
fleißig als bei uns, aber
es fehlt Ihnen schlichtweg an der Infrastruktur, an den Straßen, z.
B. an der Autobahn Ulm-Freiburg.
Deshalb
meine Bitte: Baden-Württemberg braucht eine aktive Verkehrspolitik,
in
Bezug auf Straßen, den Luftverkehr und in Bezug auf die Schiene, zum
Beispiel die Elektrifizierung der Südbahn oder den Ausbau Ulm
Wendlingen und
keine Infrastrukturverhinderungspolitik.
Damit
das ganze System funktioniert brauchen wir Bildung für alle. Das hat
die Regierung richtig erkannt.
Die
Gemeinschaftsschule ist grundsätzlich eine gute Sache, ich
begrüße auch die Ganztagesschule, wir
haben sie in Burgrieden schon mehrere Jahre.
Ich
habe die Frau Ministerin Warminski-Leitheußer als kluge und
redebegabte Frau kennen gelernt, aber
sie kommt aus der Stadt und kennt sich mit den Bedürfnissen auf dem
Land offenbar nicht so gut aus.
Wir
brauchen keinen weiteren
Schultyp, sondern
die Gemeinschaftsschule als Ersatz
für Hauptschule, Werkrealschule und Realschule.
Und
auch das kann nur funktionieren, wenn man es ernst nimmt mit der
geplanten individuellen Leistungsförderung. Denn
man muss aufpassen, dass wir vor lauter Streben nach sozialer
Gerechtigkeit nicht die Leistung aus dem Blick verlieren.
Sonst
kommen wir zur Gleichmacherei auf niedrigerem Niveau, da ist keinem
geholfen. Die
Abschaffung der verbindlichen
Grundschulempfehlung ist leider ein erster kleiner Schritt in diese
Richtung.
Es
geht nicht gut, wenn man stets einem übermächtigen Druck
ausgeliefert ist. Aber ohne einen gewissen Druck geht auch nichts. Das
richtige Maß ist entscheidend, eine gewisse Leistung muss von den
Schülern eingefordert werden.
Ich
wünsche Ihnen, Herr Ministerpräsident Kretschmann, unserem
Landesvater
das
Musterbeispiel des Landesvaters.
Ihnen
wünsche ich also einen informativen und möglichst stressfreien
Nachmittag und Abend im Landkreis Biberach und
wir erhoffen uns von Ihnen auch weiterhin besonnenes, väterliches
Wohlwollen.